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Der treibende Geist
Dienstag, 01. Dezember 2009

Floating und Literatur / Hintergründe Theta-Zustand: Obwohl der Körper eine Entspannung erreicht, die tiefer ist als Schlaf, bleibt der Geist im Floatarium träumerisch wachsam, kurz vor der Schlafgrenze. Großteile des Gehirns
werden plötzlich von ihrer normalen Belastung, der Verarbeitung von Signalen, die vom Nervensystem und von den Sinnen an das Gehirn weitergeleitet werden, befreit. Die elektrische Gehirnaktivität mit EEG gemessen nimmt stark ab. Sie sinkt von normalen 20 bis 25 Hz auf 4 bis 8 Hz. Das EEG zeigt ein rhythmisches Wellenmuster, den sogenannten Thetazustand.

Kreative Inspirationen & leichter lernen: Dies ist der halbbewusste Dämmerzustand der kreativen, inspirierten Gedankenprozesse. Das Lernvermögen ist nun am größten und das Vermögen für Visualisierung und Autosuggestion ist optimal. Für die meisten Menschen ist der Theta-Zustand nahezu unerreichbar, ohne dabei einzuschlafen. Theta-Wellen werden begleitet von lebendigen Erinnerungen, freien Assoziationen, plötzlichen Einsichten, kreativen Inspirationen und Gefühlen von Stille und Einheit mit dem Universum. Beim Floaten kommt man mühelos auf angenehme Weise in diesen fast ungreifbaren Zustand und verweilt auch den Großteil während des Floatens in diesem Zustand. Zeit und Raum scheint nicht mehr zu bestehen.
Hemisphärensynchronisation: EEG-Messungen bei schwebenden Menschen zeigen, dass die beiden Gehirnhälften besser ins Gleichgewicht kommen und die Aktivitäten deutlich mehr synchron verlaufen. Das verursacht eine leichte Bewusstseinsänderung der normalerweise dominierenden Gedankenmuster der linken Gehirnhälfte (logisch, linear, analytisch, detailliert) zu den stärker intuitiv, synthetisch, bildlich und großzügigen Gedankenmustern der rechten Gehirnseite. Das Floaten unterdrückt die linke Hemisphäre jedoch nicht, sondern ändert ihre Rolle von dominant in Zusammenarbeit mit der anderen Hemisphäre. Besonders bei Stresssituationen im Alltag tritt oft ein Hemisphären-Zusammenbruch ein, wodurch die Aktivität der rechten Gehirnhälfte nahezu zum Erliegen kommt und der Zugang zu dem enormen Potential des Unterbewusstseins und der Intuition weitestgehend verlorengeht.

Wie Albert Einstein schon postulierte, nutzt der Mensch nur etwa 5% seines geistigen Potentials. Er nimmt bewusst maximal 16 Reize pro Sekunde auf, unbewusst aber etwa 100 Billionen! Arbeiten linke und rechte Hemisphäre gleichermaßen zusammen, hat der Mensch Zugang auf die unerschöpfliche Bibliothek von Wissen und Information, die im Unterbewusstsein gespeichert ist. Ähnlich wie beim nächtlichen Träumen, bei dem Raum und Zeit keine Rolle mehr spielen, eröffnet sich beim Floaten dieser Zugang – nur mit dem Unterschied, dass es einem bewussten Erleben nahe kommt. Menschen im schwebenden Zustand können mit etwas Übung einen Großteil ihres geistigen Potentials nutzen und Lösungen von Problemen viel besser erkennen sowie Antworten auf gezielte Fragen erhalten.
 



Der treibende Geist

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