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Floating - Erlebnisbericht von Sylvia Ertl

Veröffentlicht von Ariane am 01.12.2009, 00:12
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Hits: 316
Sprache: german


"Gelesen hatte ich ja schon einiges über das Relaxen im Floatarium und das musste ich natürlich ausprobieren. Schon beim Betreten von Ozeanien, so heißt das Wellnesszentrum in Holzkirchen, weiß der stressgeplagte Mensch, dass er hier richtig gut aufgehoben ist. Sanfte Farben umschmeicheln die angespannte Seele, und mit einem besonderen Ambiente und sanftem Licht sorgt die "Wohlfühloase" sofort für Ruhe und Entspannung.

Ariane C. Dürmaier, die freundliche Inhaberin vom Floating- und Vitalzentrum, zeigt mir alles und setzt mir erst einmal eine Mindworld- Brille auf, die mit Lichtfrequenzen mein Gehirn stimulieren soll und die erste Phase der totalen Entspannung einleitet. Dann fordert sie mich auf, mich meiner Kleider und damit auch meiner Gedanken an die Alltagswelt zu entledigen. Nach dem Duschen stehe ich dann gespannt vor dem Floatingraum und betrete diesen neugierig. Die Sanftheit des Wassers überrrascht mich. Zartes Licht und leise Musik begleiten mich die ersten Minuten in der Abgeschiedenheit der schalldichten Pyramide.
Nach zehn Minuten verabschieden sich das Licht und die Musik, und ich bin nun - endlich  allein - mit mir und meinen Gedanken. Was muss ich denn heute noch erledigen, fahre ich auf dem Nachhauseweg noch beim Supermarkt vorbei ... stopp! Ich soll doch keinen Alltag mitnehmen, hatte Ariane C. Dürmaier mir geraten. Also, an etwas Schönes denken. Ganz abschal¬ten lassen sich die Gedanken sowieso nicht oder etwa doch? Nach einer Weile merke ich, wie die Ruhe meinen Körper in Angriff nimmt. Entspannt schwebe ich nun im Wasser. Während ich so dahintreibe wird mein Körper immer ruhi¬ger. Die Gedanken schmelzen dahin, wie der Schnee in der Frühjahrssonne und meine Angst vor der Abgeschiedenheit. Völlig losgelöst treibe ich nun auf der Salzsole dahin. So muss sich ein Ungeborenes im Mutterleib fühlen – geborgen und schwerelos. Ich merke kaum, wie die Stunde vergeht, und plötzlich geht Musik und Licht wieder an. Langsam möchte ich mich erheben; die Schwere meiner Glieder überrascht mich – die Schwerkraft hat mich wieder!
Jetzt nichts wie ab in den Ruheraum und noch eine halbe Stunde "ausbacken". Ich könnte jetzt sowieso noch gar nichts anderes machen, denn ich befinde mich noch in einer absolut gelösten Körperwahrnehmung.

Im Ruheraum -  mit Salzkristallleuchten sanft erhellt -  in einer Schaukelliege relaxe ich noch einmal, bevor ich mich dann endgültig entscheide, wieder aus der Stille hervorzukommen. Der unglaubliche Wohlfühl- und Entspannungseffekt hindert einen daran, diese Räume bald wieder zu verlassen. Entspannt und merklich stressreduziert betrete ich wieder die hektische Welt,  setze ich mich  in das Auto und fahre  "locker" nach Hause. Das Autoradio wird sofort ausgeschaltet, denn jedes Geräusch erscheint mir jetzt zu viel. Ja, so muss sich ein tibetischer Mönch nach tagelanger Meditation in der Stille fühlen. "
von Frau Sylvia Ertl /Auszug aus "Alpen Land & Leute"

  

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Antwort: Floating - Erlebnisbericht von Sylvia Ertl
Veröffentlicht von Gast am 26.04.2010, 23:04
Meine Wertung: blue.gifblue.gifbluehalf.gif  (5 von 10)
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